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Geheime Fahrt ins Vierte Reich? - 1

TitelbildDankmar Leffler / Klaus-Peter Schambach
Geheime Fahrt ins Vierte Reich?
Der legendäre Eisenbahnwaggon von Compiègne

200 Seiten, über 100 z.T. unveröffentlichte Bilder, Pb, 18,80 Euro
     
vergriffen

Eine spannende Dokumentation für Geschichtsfreunde
Autoren: Dankmar Leffler + Klaus-Peter Schambach
Format: A5, Paperpack, 200 Seiten, über 100 teilweise noch nie veröffentlichte Bilder, Farbdruck.

Zum Inhalt
Erleben Sie die Geschichte des wohl berühmtesten Eisenbahnwagens der Welt: Schauplatz der Waffenstillstandsverhandlungen 1918 und 1940, in Frankreich unter die großen Monumente der Nation eingereiht, schließlich 1945 in Crawinkel/Thüringen zerstört und nach dem Krieg als Legende wieder auferstanden.
Das französische Kriegsministerium requirierte 1918 den Speisewagen 2419 D der ISG und lässt ihn für einen Sonderzug des französischen Marschall Foch umbauen. An geheimem Ort im Wald von Compiègne muss hier die deutsche Delegation unter Führung von Michael Erzberger am 11. November 1918 den Waffenstillstand unterschreiben. Der nachfolgende „Schandfrieden von Versailles“ ist unmittelbarer Ausgangspunkt für das Erstarken der Rechten in Deutschland, für Hitlers Machtergreifung und die deutschen Revisionsforderungen, die schließlich zum Zweiten Weltkrieg führten.
Der „Waffenstillstandswagen" 2419 D wurde später mit großem Pomp durch Paris kutschiert und mehrere Jahre am Invalidendom öffentlich zur Schau gestellt. Mit finanzieller Unterstützung eines Geldgebers aus Kalifornien entstand schließlich im Wald von Compiègne eine umfangreiche Gedenkstätte, die vom französischen Präsidenten in den Rang eines historischen Monumentes der Nation erhoben wurde.
Deutsche Pioniere und Angehörige des Führungsnachrichtenregimentes FNR 40 aus Thüringen waren dabei, als der legendäre Waggon von Compiègne auf Hitlers Befehl am 19. Juni 1940 aus seinem Versteck geholt und durch Hitler wiederum als Verhandlungsort des jetzt von Deutschland diktierten Waffenstillstandes vom 22. Juni 1940 gewählt wird. Hitler erteilte persönlich den Befehl, die Gedenkstätte als „Symbol einstiger Schmach von 1918" vollständig zu zerstören. Einige abgebaute Denkmäler und der legendäre Waggon wurden nach Berlin verbracht. Den Waggon betrachtete Hitler als sein persönliches Triumphbeutestück. Noch unter dem Eindruck des Sieges über Frankreich erteilte er den Befehl, die Planungen zur Neugestaltung Berlins als „Welthauptstadt" auch im Krieg fortzuführen. Albert Speer und der Architekt Wilhelm Kreis planten in Hitlers Auftrag auch eine Soldatenhalle, die Hitlers Beutestück aufnehmen sollte. Doch alles kam ganz anders: Nach einer öffentlichen Zurschaustellung in Berlin 1941 verschwand das Beutestück und noch Jahrzehnte nach Kriegsende ging man in Frankreich offiziell davon aus, dass der Waggon von Compiègne bei einem britischen Luftangriff 1943 in Berlin vernichtet wurde.
Die Franzosen entdeckten dann 1946 in Berlin die Blöcke der zerlegten Monumente und feierten deren triumphale Rückkehr nach Frankreich. Die Gedenkstätte in Compiègne wurde wieder errichtet und 1948 durch Präsident de Gaulle in einem Staatsakt neu eröffnet. Anstelle des vermeintlich zerstörten Waggons 2419 D wurde eine baugleiche Kopie aufgebaut, die seither in der Gedenkstätte in Compiégne ausgestellt und von Vielen für das Original gehalten wird.

In 15jähriger Spurensuche konnte die unglaubliche Geschichte zu Ende aufgeklärt werden und 1991 konnte die deutsche Presse die sensationelle Nachricht verkünden, dass der Waggon von Compiègne 1945 sein Ende hier in Crawinkel/Thüringen fand. Der legendäre Waggon von Compiègne – seither immer wieder ein Thema für Presse und Fernsehen, das hier mehrfach vom Ort des Geschehens in Dokumentationen berichtete. – Doch das Fahrwerk des Waggons wurde 1945 in Wahrheit geborgen, entging der alliierten Repatriierungs-Kommission und diente anschließend unerkannt bis etwa 1985 als Werkstattwagen im Bereich der Reichsbahndirektion Gotha. Zahlreiche originale Teile aus unserer Region konnten seither aufgespürt und an Frankreich übergeben werden und haben dort einen Ehrenplatz.

Was war wirklich geschehen?
Unter schärfster Geheimhaltung kam der Waggon schließlich über Sperenberg Ruhla, Gotha, Ohrdruf, am 31. März 1945 nach Crawinkel, scharf bewacht von der SS. Jugendliche aus Crawinkel entdecken ihn hier am Bahnhof. Anschließend verschwand der Waggon, er wurde in das Waldgebiet der „Luftmunitionsanstalt 1/IV Crawinkel“ verbracht und hier unmittelbar vor Einmarsch der Amerikaner weitgehend zerstört. – „Durch die SS auf direkten Befehl Hitlers gesprengt“, – so sagt es die bisherige Geschichtsschreibung. – Doch auch das ist anders verlaufen!
Lesen Sie das Buch, einen wahren Krimi europäischer Geschichte und Eisenbahngeschichte und gleichzeitig die wohl erste zusammenhängende Darstellung der historischen Ereignisse von 1918 über 1940 bis heute! Erfahren Sie auch, was Bürger und Wehrmachtsangehörige aus der Region mit dem legendären Waggons zu tun hatten und wie schließlich freundschaftliche Kontakte zu Frankreich entstanden.

D. Leffler
17. Juni 2006