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Hitlers Siegeswaffen – Band 1 - Luftwaffe und Marine

TitelbildFriedrich Georg
Hitlers Siegeswaffen - Band 1: Luftwaffe und Marine
Geheime Nuklearwaffen des Dritten Reiches und ihre Trägersysteme

256 Seiten, zahlreiche Abb., 21,90 Euro
ISBN 3-930588-57-9

vergriffen

Stand die Welt 1945 knapp vor dem ersten Atomkrieg? Bereits am 19. September 1939 drohte Adolf Hitler mit dem Einsatz neuartiger Waffen, die den Krieg siegreich beenden würden. So entstand die Legende von Hitlers Siegeswaffen. Der Krieg ging aber vorbei, ohne dass sie in Erscheinung traten. Waren die Siegeswaffen deshalb nur Ausgeburten einer größenwahnsinnigen Phantasie Hitlers oder ein Instrument der Propaganda Dr. Goebbels? Es gibt heute zahlreiche Bücher über deutsche Geheimwaffen, die das Thema der Siegeswaffen aber kaum anschneiden. Es wurde bewusst ignoriert, unterdrückt, verfälscht und tabuisiert, denn eine Aufarbeitung des Stoffes hätte erstaunliche Zusammenhänge offenbart – ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf die „offizielle Geschichtsschreibung“ und das allgemeine Verständnis von Hochtechnologie.

Die bisher vorhandene Lücke in den Darstellungen zur deutschen Hochtechnologie und zu den Siegeswaffen will nunmehr eine neue Buchreihe füllen. Zum ersten Mal wird in großer Ausführlichkeit überzeugend dargestellt, an welchen Siegeswaffen gearbeitet wurde und wie weit man bei ihrer Entwicklung gelangte. Im ersten Band werden die geheimen Nuklearwaffen des Dritten Reiches aufgedeckt. Offiziell heißt es zwar, deutsche Wissenschaftler und Techniker hätten niemals an solchen Waffen gearbeitet, und Hitler hätte die strategische Bedeutung der Atombombe nicht begriffen. Neue Informationen, „Merkwürdigkeiten“ und harte Tatsachen führen diese Behauptungen jedoch ad absurdum. Neben den verschiedenen Bombentypen werden die dafür vorgesehenen Trägerflugzeuge behandelt, die sowohl düsengetriebene Interkontinentalbomber als auch kleine Selbstopferflugzeuge umfassten. Die Kriegsmarine suchte ebenfalls nach Transport- möglichkeiten für atomare Raketen und Unterwasserminen. Selbst die ersten Atom-U-Boote waren schon auf den Reißbrettern der Konstrukteure fertig.

Ein Verständnis deutscher Atombomben-Entwicklung ist allerdings ohne Kenntnis der politischen Hintergründe und der wichtigen Querverbindungen zum japanischen Atomwaffenprojekt nicht möglich. Das Buch vermittelt hierzu interessante Einsichten, setzt sich aber auch mit naheliegenden Fragen auseinander: Wie wollte Hitler-Deutschlands Atom- bomben einsetzen? Warum kam es nicht mehr dazu? Was fanden die Alliierten vor?

Der unvoreingenommene Leser erfährt 55 Jahre nach Kriegsende endlich, was hinter den Gerüchten steckte, die 1944/45 mit dem Stichwort Siegeswaffen die Deutschen noch bis zuletzt zum Durchhalten ermunterten.

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Kapitel: Vorgeschichte und Entwicklung
  • Die Suche nach etwas, das es nicht geben darf
  • Die Siegeswaffen – Tatsache oder Phantasterei?
  • Die Anfänge von Deutschlands Atomwaffenprogramm und der angebliche Verzicht im Jahr 1942
  • Kurz vor dem Ziel: Entwicklungsdurchbruch im Sommer 1944?
  • Hitlers Hoffnung auf einen „Zweiten Siebenjährigen Krieg“
  • 2. Kapitel: Die Siegeswaffensysteme
  • Hitlers Siegeswaffen: Offensive oder Defensive?
  • Abteilung 1: Die Siegeswaffen der Luftwaffe A) Siegeswaffenträgerflugzeuge
  • Die fehlenden Siegeswaffenträger der Luftwaffe: Das Rennen gegen die Zeit I) Konventionelle Interkontinentalbomber für Siegeswaffen 1944/45: Atomziel Amerika
  • Messerschmitt Me 264 – die fliegende Attrappe?
  • Transatlantik-Improvisationen: Parasitbomber, Anhängerflugzeuge und „Einwegbomber“
  • Junkers Ju 390: Das „Gespensterflugzeug“
  • Das Ende der konventionellen deutschen Bomberflotte
  • II) Das neue strategische „4-Tonnen“-Bomberprogramm ab Sommer 1944
  • Junkers Ju 488
  • Heinkel He 177: Das „atomare Reichsfeuerzeug“ aus Prag
  • Junkers Ju 287 V-3: Der Lückenbüßer?
  • Horten Ho XVIII: Der „Amerikabomber“ mit Düsenantrieb und seine deutschen Konkurrenten
  • Heinkel „Norwegerbomber“: Der geheimnisvolle Interkontinentalbomber?
  • III) Leichte Siegeswaffenträger für Hitlers Rundumverteidigung „5 vor 12“
  • Selbstopfer Messerschmitt Bf 109 mit „neuartigen Sprengstoffen“
  • Das Geheimnis der Me 262 V-555
  • Arado Ar 234
  • IV) Langstreckenbegleitflugzeuge für schwere Siegeswaffenträger
  • Messerschmitt Me 329: Begleitmaschine für V-Bomber
  • Junkers Ju 88 G-10: Das Langstreckenbegleitflugzeug
  • V) Sonderentwicklungen: Spezialmisteln, Großversuchsträge, Riesenbomber und atomarer Flugantrieb
  • Mistel 4 – „Misteln“ als Vergeltungswaffe
  • Messerschmitt Me 323 „Gigant“: Der Versuchsträger?
  • Junkers Ju 290 E: Träger der Riesenbombe
  • Nuklearantrieb für Flugzeuge
  • VI) Weitere Typen: Flugzeuge
  • a) Die Konkurrenten der Horten Ho XVIII
    • Arado Ar E 555
    • Blohm & Voss P.188.01-04
    • Junkers Ju 287 S
    • Messerschmitt P 1107
    • Messerschmitt P 1108
    • Junkers EF 132
    • Junkers EF 140
  • b) Görings Zukunftsprojekte: Siegeswaffen 1946
    • Der Daimler-Benz „Schnellstbombenträger“
    • Daimler-Benz-Projekt „F“
    • Das Fernstbomberprojekt Hermann Görings vom Frühjahr 1945
  • Fazit: Die Siegeswaffenträger der Luftwaffe
  • B) Abwurfwaffen
  • 1. Nichtkonventionelle Abwehrwaffen bis 1000 kg Gewicht
  • Die Antennenbomben
  • Die radiologische 1-Tonnen-Bombe – Hitlers abgelehnte V-Waffe?
  • Die kleinen Uraniumbomben
  • 1-t-Urancontainer: Die "schwäbischen" Atombomben?
  • 2. Spezialbomben der 4- bis 5-Tonnen-Klasse
  • Die Bündelbomben
  • SA 4000
  • 4-t-Stratosphärenbombe
  • Die große Uranbombe – Das Geheimnis der Stadtilmer "Behälter"
  • Deutschlands Plutoniumbombe-Implosionsbombe:
  • Hitlers „Geburtstagsgeschenk“, der letzte Trumpf des Dritten Reiches?
  • 3. Sonderfall
  • 3-t-Bombe
  • 4. Riesenbomben
  • 20-t-Bombe
  • Riesenbomben aus dem All (Die 30-Tonnen-Bombe SB 30 000)
  • 5. Nuklearwaffen-Sonderentwicklungen
  • Die Thorium-Atombobmbe: Bombe oder Zahnpasta?
  • Die deutsche Wasserstoffbombe
  • Die Neutronenbombe
  • Die Schwerwasserbomben
  • Abteilung 2: Die Siegeswaffen der Kriegsmarine
  • A) Ferngeschütze für Atomgeschosse: Amerikas Atomkanone und ihr deutscher
    Vorfahre DKM 44
  • B) Die ersten Unterwasserraketen der Welt
  • C) U-Boot-V-1 gegen Amerika
  • D) Die U-Boot-V-2: Das Lafferenz-Projekt
  • E) Alternativplan: Unterwasseratombomben im Hafen von New York
  • F) Deutsche Atom-U-Boote
  • G) Kriegsmarine 1946: Superschlachtschiffe mit Atomschutz für die Nachkriegszeit?
  • 3. Kapitel: Das Wunder, das nie stattfand
  • Deutschlands vergeblicher „Kampf um Zeit“
  • Wußte Hitler über das „Manhattan Project“ Bescheid?
  • Gab es Lehr- und Erprobungskommandos für Siegeswaffen?
  • Warum kam es zu keinem Einsatz der atomaren Siegeswaffen?
  • Drohte 1945 ein globaler Atomkrieg?
  • Die „Japan Connection“: Der Atomtransfer Deutschland – Japan
  • Nippons Atombomber
  • Aichi M6A1 „Seiran"“
  • Nakajima „Kikka“ Nakajima G8N1 „Renzan“
  • Nakajima G10N1 „Fugaku“
  • Nachtrag
  • Russische Beute: Die Atomforschungszentren an der Ostsee
  • Die Hamburger Atomfabrik: Zirkonium und U 235
  • Wichtige Atomforschungsanlagen im Hohen Norden?
  • Der 20. Juli und die Bombe
  • Hatte Hitler Angst vor dem Einsatz der „Bombe“?
  • War ein „Atomflugzeug“ im Bau?