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Beutezüge in Thüringen

TitelbildUlrich Brunzel
Beutezüge in Thüringen
Kunstschätzen, Wunderwaffen und Raubgold auf der Spur

ISBN 978-3-943552-11-9

Diese Publikation ist gegenwärtig nur als E-Book erhältlich.

Der Untertitel des E-Book „Beutezüge in Thüringen" gibt bereits Auskunft über den Inhalt: „Kunstschätzen, Wunderwaffen und Raubgold auf der Spur". Ausgangspunkt der Betrachtungen des Autors ist das Thüringen der Weimarer Republik und die bereits 1932 erfolgte Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Thüringen.

Ulrich Brunzel setzt eine Reihe von Schwerpunkten. So konzentriert er sich auf die militärische Hochtechnologie während des Zweiten Weltkrieges. Thüringen galt während des Krieges als relativ sicheres Gebiet. Aus diesem Grunde wurden in dieser Region neuartige Waffen entwickelt und produziert.

Im Mittelpunkt der damaligen NS-Propaganda standen die „Vergeltungswaffen" - die V1 (Fieseler Fi 103) und die V2 (Rakete A4). Natürlich geht es auch um Fragen der Nachnutzung der „Wunderwaffen" durch die Siegermächte. Es gab zu Kriegsende einen regelrechten Wettlauf der Siegermächte um die Hochtechnologien des Dritten Reiches und den damit verbundenen Wissenschaftlern. Erinnert sei dabei u.a. an den ersten einsatzfähigen Düsenjäger der Welt, die Messerschmitt Me 262 und den Nurflügler der Gebrüder Horten, der dem späteren amerikanischen Tarnkappenbomber erstaunlich ähnlich sieht. Für das Alsos-Kommando war damals die Inbesitznahme des Kernforschungslabors in Stadtilm, das unter der Leitung von Kurt Diebner stand und des Forschungsreaktors Haigerloch bei Hechingen vor den Sowjets bzw. den Franzosen von höchster Priorität.

Von Interesse seit Jahrzehnten ist das geheimnisvolle Dreieck: Gotha, Arnstadt und Luisenthal, in dessen Zentrum sich der Truppenübungsplatz Ohrdruf mit einer sehr wechselhaften Geschichte befindet. Einen breiten Raum nehmen die Aktivitäten zu Kriegsende im Jonastal ein. Was war das Ziel der Vorgänge im Jonastal mit seinen 25 Stollen? Welche Rolle sollte das „Amt 10" noch zu Kriegsende spielen?

In einem weiteren Kapitel wird - ausgehend von der „Reichskristallnacht" und der „Wannseekonferenz" - die wirtschaftliche Ausplünderung der Juden untersucht. Es werden die Mechanismen der Ausplünderung der jüdischen Mitbürger bis hin in die Banktresore der Schweiz anschaulich dargestellt.

Pressecollage Flugblatt Flügelbombe Nurflügler

Große und kleine Nazis, Hitler und Göring an der Spitze, bereicherten sich bereits vor Kriegsbeginn in einem nie gekannten Ausmaß an Kunstgütern wohlhabender Juden. Das beschlagnahmte Kulturgut schmückte die Villen und die Privatsammlungen der Naziprominenz. Während des Krieges plünderten Einsatzgruppen die Museen der besetzten Länder. Mit dem nahenden Kriegsende begannen die hohen Nazis ihre Reichtümer in Sicherheit zu bringen. Viele NS-Schätze wurden nach Thüringen und in den Alpenraum verbracht. In diesem Zusammenhang wird natürlich besonders auf die Untertageverbringung des größten Schatzes der Weltgeschichte unter der Erde in Merkers eingegangen, wo sich in den dortigen Schachtanlagen zu Kriegsende Goldbarren, große Mengen an Geld verschiedener Währungen und Kunstschätze von Weltgeltung befanden. Die Generale Bradley, Patton und Eisenhower fuhren im April 1945 höchstpersönlich in diese „Schatzkammer" ein, um das Gold und die Kunstschätze zu bestaunen. Der Autor beschreibt im Folgenden differenziert die Umgangsweise der Siegermächte bezogen auf die aufgespürten Beute- und NS-Schätze, sowie gegenüber den Kunst- und Kulturschätzen im besiegten Deutschland.

Mit Betrachtungen über den Reichsstatthalter und NSDAP-Gauleiter Fritz Sauckel enden die historischen Betrachtungen. In seiner Funktion als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz im Reich musste er sich vor dem Nürnberger Militärtribunal für die Deportation von 5 Millionen ausländischen Arbeitern zur Zwangsarbeit nach Deutschland verantworten.

Der Autor verknüpft Lokales, Nationales und Internationales auf seine Weise fließend. Sicher werden auch künftig manche Fragen noch mit einem Fragezeichen versehen bleiben, da eine Reihe von Geheim-Dokumenten zu Kriegsende oder auch später sorgfältig für immer „entsorgt" wurden.