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Geheimnisvolles Thüringen

Mit Markus und Ronny in den Untergrund

TitelbildSchon vor einigen Jahren wurde bei gemeinsamer Forschungsarbeit betreffs der Bauvorhaben „REIMAHG" und „Schwalbe V" von Markus Gleichmann und Ronny Dörfer ein Projekt zur Erarbeitung einer umfangreichen Publikation zum Thema „Untertageverlagerungen in Thüringen während des Zweiten Weltkrieges" ins Leben gerufen. Es bedurfte vieler Besuche in Gemeinde-, Kreis-, Landes- und Bundesarchiven sowie umfangreichen Internetrecherchen in ausländischen Archiven, um die nötigen Informationen zusammenzutragen. Doch auch die Aufnahme noch existierender Reste von Anlagen und einer umfangreichen Bestandsdokumentation führten direkt vor Ort zu manch neuer Erkenntnis.

Die gemeinsame Bearbeitung des Themas führte die beiden Autoren zu einer ersten Ideensammlung, die mit weiteren Archivbesuchen und der Zusammenarbeit mit Initiativen und Vereinen vor Ort zu einem Buchprojekt führte, das mit dem Sachbuch „Geheimnisvolles Thüringen" erfolgreich umgesetzt werden konnte. Das Buch trägt den bezeichnenden Untertitel „Militär- und Rüstungsobjekte des Dritten Reiches" und versetzt die Leser und Leserinnen in die Zeit des „Totalen Krieges" (1943/45) zurück. Damals forderte die Führung des Dritten Reiches das deutsche Volk zu noch größeren Leistungen und Opfern auf. Umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Produktion von Waffen und Munition wurden ergriffen. In diese Zeit fallen in Thüringen mehr als 60 Verlagerungen von Rüstungsbetrieben nach unter Tage.

Durch den massiven Einsatz von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern im „Schutz- und Trutzgau Thüringen" sollten die hochgestellten Rüstungsziele der Nationalsozialisten verwirklicht werden. Produktionsstätten für militärische Hochtechnologie sowie unterirdischen Hydrieranlagen und Munitionsfabriken entstanden innerhalb kürzester Zeit. Zu Kriegsende wurden in Bergwerken Kunstgüter, Gold, Devisen und Dokumente verbracht.

In diesem Sachbuch stellen die Autoren 73 Objekte vor und geben durch 41 Detailkarten, Pläne, Luftbilder und Geokoordinaten den Insidern die Möglichkeit, die Reste der Anlagen vor Ort selbst zu entdecken.

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