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Meinungen zu Buchlesungen und Rezensionen

Buchlesung am 4. Juli 2011 in Zella-Mehlis

Eine Buchlesung ganz anderer Art
„Steven Slauter und das Erbe von Akarion“ - seltsamer Titel meinten die Fünfklässler. Doch dann kam die Buchlesung und der Typ machte das Ganze so ganz anders, als das, was die Mädchen und Jungen des Heinrich-Ehrhardt-Gymnasiums in Zella-Mehlis an diesem Montagmorgen des 4. Juli 2011 eigentlich erwartet hatten.
Herr Janko Luhn und Herr Heiko Schneider kamen nicht als Vorleser, sondern sie suchten das Gespräch mit den Schülern .Dabei ging es auch um den Titelhelden Steven. Wir würden ihn wohl als den Versager schlechthin bezeichnen, aber gerade diesen „Helden“ findet man in jeder Jahrgangsstufe .Und so erfuhren die Mädchen und Jungen durch Textauszüge von den Problemen des Stevens.
Herr Luhn verstand es, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Er berichtete von seiner Schulzeit und wie man da so manchen Mitschüler vorverurteilte, ohne jemals das Gespräch mit diesem gesucht zu haben. Ein Ausgrenzen von Menschen ,welches heute keine Seltenheit darstellt und zu Spannungen in der Gemeinschaft führt. Darüber plauderte der Autor in seiner ungezwungenen Art und traf damit den Nerv seiner jungen Zuhörer, die sich auf diesem Wege für die so ganz andere Buchvorstellung bedanken wollen!
Viele Schüler wurden auch zum Nachdenken über so manche Auseinandersetzung untereinander angeregt. Eine Freundschaft, so wie in dem Buch zwischen Steven und Kyle, machte manch schulisches Problem lösbar, weil man miteinander redete, stritt und doch gemeinsam eine Strategie entwickelte. Genau das kam am Ende der Veranstaltung bei der abschließenden Diskussion heraus.
Neugierig geworden? Dann besorgt euch das im Zella-Mehliser Heinrich-Jung-Verlag erschienen Buch „Steven Slauter und das Erbe von Akarion“! Viel Spaß beim Schmökern!

M. Engelmann

Buchlesung am 17. Mai 2011 in Zella-Mehlis

Tatort Jonastal

Zella-Mehlis. Am Dienstag, den 17.05.11, lud Klaus-Peter Schambach uns Schüler des Heinrich-Ehrhardt-Gymnasiums zu einer Diskussion über sein Buch „Tatort Jonastal" ein. Diese Gelegenheit, sich genauer über das Jonastal und seine Bedeutung im Dritten Reich zu informieren, ließen sich die Klassen 9a, 9b und 11 II nicht entgehen. Gemeinsam hörten wir uns in der Aula des Schulgebäudes den Buchvortrag an und erfuhren einiges über das geplante Rückzugsgebiet des Führerhauptquartiers in den Thüringer Wald. Bei teils schockierenden Fotos mussten wir auch feststellen, dass das Geschehen in den Konzentrationslagern nicht etwa weit entfernt stattfand, sondern sich mit dem Lager S III bei Ohrdruf in unmittelbarer Nähe ereignete. Die Häftlinge mussten ein riesiges Stollensystem im Jonastal anlegen, dessen genauer Zweck noch heute erforscht wird, da die Fertigstellung durch das Kriegsende verhindert wurde.

Alles in allem lernten wir bei dieser informativ gestalteten Buchvorstellung viel Neues dazu und erkannten, dass erfundene Geschichte (Versteck des Bernsteinzimmers) und echte Geschichte (Planung und Ausbau des Führerhauptquartiers) zum Teil nahe beieinander liegen und dass die Grenzen immer weiter verwischt werden. Deshalb konnten bei der anschließenden Diskussionsrunde noch offen gebliebene Fragen an Herrn Schambach gestellt werden, welche dieser ehrlich und offen beantwortete.

Charlott Ludwig

Geschichtsstunde mit dem Buchautor Schambach

Am 17. Mai fand Herr Klaus-Peter Schambach die Zeit für uns aus seinem Buch „Tatort Jonastal" eine Lesung zu halten. Die Klassenstufe 9 und der Geschichtskurs 11 verfolgten gespannt die Ausführungen des Autors. Wer wusste schon Anfang 1945 und eigentlich bis heute von dem Stollensystem im Jonastal, welches ab 1944 dort entstand? Was die Amerikaner Anfang April 1945 an diesem Ort vorfanden, dokumentierte Herr Schambach in seiner Präsentation. Bilder von ermordeten Häftlingen schockierten und stellten so manchen Zuhörer vor die Frage, wozu sind Menschen eigentlich fähig. Weshalb stoppte niemand dieses wahnsinnige System? Aber der Autor sagte uns auch, dass es noch viele Fragen gibt, die bis heute unbeantwortet geblieben sind, weil es keine eindeutige Beweislage gibt. War hier ein Führerhauptquartier geplant? Was sollte in diesem Stollensystem nach dessen Fertigstellung geschehen? Zum Schluss beeindruckten uns seine Ausführungen, wie bewusst man Geschichte verfälschen kann. Die Materialsichtung und Bewertung also gründlichen Recherchen bedarf. Vielen Dank für die interessante Lesung und dem Heinrich-Jung-Verlag, der uns diese Lesung ermöglichte.

M. Engelmann

Buchlesung am 8. April 2011 in Crawinkel

Artikel über eine Buchlesung
Quelle: Thüringer Waldbote, Nr. 8/2011 vom 29.04.2011.

 

Buchlesung am 2. Mai 2011 in Bibra

E-Mail an Janko Luhn

Lieber Janko Luhn,
 
wir sind die Schüler der Klasse 8a der Regelschule "Im Grabfeld" Bibra, die an Ihrer Buchvorstellung am Montag teilgenommen haben. Ihre Lesung hat uns sehr gut gefallen, besonders die Art und Weise, wie sie mit uns gesprochen haben.
Außerdem war es eine willkommene Abwechslung zu unserem normalen Deutschunterricht. Ihr Buch klingt interessant, teilweise lustig und spannend. Einige aus der Klasse werden es sicherlich lesen. Die Einbeziehung ihres Partners als "Vorleser" gefiel uns gut. Ein Schüler sagte in der Auswertung:
"Normalerweise höre ich nicht so interessiert und gespannt zu, aber bei der Lesung gab es keinen Moment, der mich gelangweilt hat."
Die Buchvorstellung war ein krönender Abschluss unseres Buchprojektes, das in der 5. Klasse mit einem Museumsbesuch in Schleusingen zum Thema Papier begann. Im Kunstunterricht setzten wir mit der Geschichte des Papiers und Papyrusarbeiten fort, in Klasse 7 stellten wir Bücher vor und besuchten die Buchmesse in Leipzig. Nun waren Sie da - ein echter Schriftsteller zum Kennenlernen, der locker und lässig mit uns redete, dem man getrost noch länger hätte zuhören können!
 
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Schreiben und dass Sie viele Bücher verkaufen. Wir würden uns freuen, wenn wir in Verbindung bleiben.
 
Mit vielen lieben Grüßen aus Bibra
 
Ihre neuen Fans.

Buchbesprechung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW

Autor

Luhn, Janko

Titel

Steven Slauter und das Erbe von Akarion

Originalsprache

Deutsch

Illustrator

 

ISBN

978-3-930588-96-1 Reihe

Verlag

Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis 2010

Seitenzahl

392

Preis

10,99 € (D)

Ausführung

 

Einsatzmöglichkeiten

Klassenlesestoff

Medienart

Buch: Hardcover Gattung: Science-Fiction

Zielgruppe

12-13 Jahre

Inhaltsangabe

Steven ist ein dicklicher, nicht sonderlich beliebter Junge, der gern träumt. In seinen Träumen kann er alles sein. Sein Leben wird sehr aufregend, als ihn aus seinen Träumen ein Hilferuf erreicht. Er soll eine Welt namens Akarion retten. Gemeinsam mit seiner Freundin macht er sich an die Arbeit. Dabei müssen sie viele Rätsel lösen und gefährliche Abenteuer bestehen. Immer wieder türmen sich vor ihnen scheinbar unüberwindliche Hindernisse auf.

Beurteilungstext

Eine Geschichte ist gut, wenn sie einen gefangen nimmt, man das Gefühl hat, sich mit dem Lesen etwas Gutes getan zu haben und immer wieder mal an sie zurück denkt.
Das alles trifft auf dieses Buch zu. Steven ist ein ganz normalerJunge mit viel Fantasie. Allerdings ist er in seiner Klasse nicht gerade der Beliebteste. Einige bevorzugen ihn sogar als Schikaneobjekt. Das Mädchen Kyle steht ihm dann immer wieder zur Seite. Dafür hat Steven keine Erklärung. Sie ist beliebt, hat eine Menge Freundinnen und bräuchte sich mit ihm nicht abgeben. Als er in einer Biologiestunde aus der Fantasie-
welt Besuch von einem engelsgleichen Lichtwesen bekommt, ist es jedoch das Mädchen Kyle, welches ihm glaubt und alles versucht, ihm aus der Patsche zu helfen. Bald merkt er, dass sie einige spezielle Interessen hat, von denen keine ihrer Freundinnen etwas weiß. Sie interessiert sich für alte Schriften, die älter sind als die Bibel und offensichtlich interessiert sie sich für Steven.
Um zu verstehen, was das Lichtwesen will, müssen sie umfangreich in alten Schriften recherchieren, sich einiges ausdenken, um an einen speziellen Ort zu gelangen und eine gehörige Portion Mut und Kreativität aufbringen, um sich Schwierigkeiten zu stellen. Davon haben sie beide reichlich. Als Steven ärgster Widersacher auch noch ins Spiel kommt und plötzlich der Schlüssel zur Reise nach Akarion sein soll, ist Stevens Toleranzgrenze jedoch fast überschritten. Da braucht es einige Überredungskunst seiner Freundin, dass er nicht alles hinschmeißt.

Die Geschichte ist gespickt mit aufregenden Wendungen und seltsamen Ereignissen. So tut sich das Rätsel um das Verschwinden von Stevens Vater auf, welches eine immer größere Bedeutung einnimmt.

Besorgt ist der Leser allerdings, wenn er bemerkt, dass das immerhin 392 Seiten dicke Buch zur Neige geht und Steven mit seinen Freunden noch nicht einmal in Akarion angekommen ist, geschweige denn dabei ist, das Reich zu retten. Zum Schluss des Buches lässt sich ahnen, wie Steven das Reich retten kann und dass es wahrscheinlich einen Fortsetzungsroman dazu geben wird.

Das Cover ist durchaus eine Einladung, das Buch zur Hand zu nehmen. Die Seiten sind dick und in einer angenehmen Schriftgröße gedruckt. Auch weniger hart gesottene Leser haben so sicher ausreichend Durchhaltevermögen, das Buch bis zu Ende zu lesen.

Bewertung

Sehr empfehlenswert

Rezensent

Kost, Sachsen

In der AJuM Datenbank

Ja

Quelle:

http://www.ajum.de/anzeige.php?id=221009029